Erfahrungsbericht AB Ausbildung I
Am Montag, den 01.09.2008, war der erste Tag meiner Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration. Wie an jedem ersten Tag war ich aufgeregt und gespannt, was mich wohl erwarten wird. Gott sei Dank kannte ich meinen Azubikollegen, Robert Preuß, schon ein wenig, so dass ich nicht ganz alleine mit meinen Eingewöhnungsschwierigkeiten war. Nach der Einführungsveranstaltung, wo wir dann auch endlich unseren Ausbildungsvertrag bekamen (die Eintragung bei der IHK hatte wohl sehr lange gedauert), erhielt jeder neue Azubi seinen Hausausweis. Da stand es schwarz auf Rosa, wir waren nun Mitarbeiter des BMI.
Die ersten beiden Wochen, die so genannten Schnupperwochen, waren voll gepackt mit witzigen Spielen zum gegenseitigen Kennen lernen, Rundgängen durch das Haus, einem Treffen mit dem Personalratsvorsitzenden sowie dem Referatsleiter, einer Exkursion zur Gedenkstätte des deutschen Widerstandes und vielem mehr. Diese Zeit verbrachten wir zum größten Teil mit den FAB-Azubis (Fachangestellte für Bürokommunikation), welche genauso wie wir Neulinge waren.
Wir verbrachten aber nicht nur Zeit mit den FAB’s, sondern lernten natürlich auch die anderen FISI-Azubis kennen, von denen wir aber schon einige vom Vorstellungsgespräch kannten. Von Anfang an stimmte die Chemie und wir verstanden uns alle auf Anhieb gut.
Während der alltäglichen Mittagspause bestand nun die Möglichkeit, sich im Azubizimmer der IT-Azubis kennen zu lernen und sich auszutauschen.
Ab 15.09. war dann die Schnupperzeit beendet und wir starteten in den Alltag eines FISI-Azubis. Als erstes lernten wir anhand eines Beispiels (Printserver), wie man Marktanalysen erstellt. Dabei ist es wichtig, sich eine Übersicht aller wichtigen Bewertungskriterien zu erstellen, dabei Prioritäten zu setzten und dann anschließend eine umfassende Recherche im Web zu machen. Diese Vorgehensweise haben wir dann an weiteren Beispielen geübt und somit unsere Fähigkeiten auf dem Gebiet Marktanalysen verbessert.
Nach erfolgreicher Lernphase bekamen wir dann unser erstes eigenes Projekt zum Thema Spracherkennungssoftware.
Aufgabe war es, zu testen, ob der Einsatz von Spracherkennungssoftware im Schreibbüro des BMI möglich wäre.
Dazu erstellten wir wieder eine Marktanalyse (Festigung des Gelernten), favorisierten eine Software und besorgten uns kostenlose Testversionen beim Hersteller.
Zur Vorbereitung unserer Testphase bekamen wir aus der Registratur sogar die Akten des Jahres 2000, wo das Referat Z6 schon einmal den Einsatz von Spracherkennungssoftware getestet hatte.
Nach Einsicht der Akten waren wir bereit für die Testphase und warteten nur noch auf die Software.
Ende September stand dann eine Woche Berufsschule an, worauf wir uns aufgrund unseres voll gepackten Stundenplans weniger freuten.
Ein bisschen geschockt war ich dann aber schon, als ich feststellen musste, dass meine Mitschüler alle männlich waren. Dieser Schock verflog dann aber sehr schnell, da alle sehr nett sind und sich unsere Klasse sehr gut versteht.
Erfahrungsbericht von Dajana Wegner, Einstellungsjahrgang 2008



