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Erfahrungsbericht FB Server-Client-Storage

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Vom 1. April bis 12. Mai wurden meinem Azubikollegen Phil und mir als zweite „Station" der Ausbildung die vielen verschiedenen Themen des Fachbereichs Server Client Storage näher gebracht.
Ganz typisch begann der Abschnitt mit einer kleinen Vorstellungsrunde, bei der wir einen Teil der Mitarbeiter des FBs bereits kennenlernten und auch etwas über uns erzählen konnten.

ATN-ServerDas Ganze gliederte sich so, dass wir zu den verschiedenen Themen jeweils einen Theorie- und einen Praxistag hatten. Als erstes sollten wir also im Bereich Datenhaltung und Datensicherung unterwiesen werden und einen allgemeinen Überblick über die Serverstrukturierung und die Organisation des FBs innerhalb des BMIs erhalten. Aufgrund von Erkrankung fiel das ganze jedoch an den Schluss und wurde mit dem Thema Linux getauscht. Also befassten wir uns zuerst mit einem Thema von dem wir beide noch recht ahnungslos waren. Zwar hatten wir durch ein Projekt in der externen Ausbildungsstätte Deutsche Rentenversicherung Bund schon mal ein Linuxbetriebssystem kennengelernt und damit gearbeitet. Aber erst durch unseren ersten Termin im FB SCS erhielten wir einen tieferen Einblick in die Materie. Uns wurde die Shell gezeigt, ihr Aufbau und das Dateisystem von Linux erklärt. Das traf sich ganz gut, da wir von Herrn Meier einen zusätzlichen Auftrag bekommen hatten, ein passendes Client-Linux-OS für das Ausbildungs- und Testnetz zu finden. So konnten wir mit Hilfe von virtuellen Maschinen verschiedenste Betriebssysteme ausprobieren (u.a. Linux Mint, Fedora, openSuse,...), uns damit vertraut machen und gleichzeitig das zuvor Gelernte anwenden.

Da man immer die größte Effizienz anstrebt, wird auch im BMI inzwischen ein Großteil an Servern virtuell betrieben. Das spart Ressourcen und nutzt diese optimal aus. Wir erhielten einen Einblick in die doch relativ große virtuelle Serverfarm und wie sie administriert wird. In dem Zusammenhang wurde uns auch gleich der Aufbau des SAN (Storage Area Network, Speichernetzwerk) erklärt und wie dieses zum Betrieb von virtuellen Servern genutzt wird, welche Schwierigkeiten dabei zu beachten sind und welche Vorteile es mit sich bringt. Dabei (und auch beim Betrieb der „realen" Server) wird immer auf Redundanz und Hochverfügbarkeit geachtet, schließlich soll dafür gesorgt werden, dass die Mitarbeiter des BMI möglichst ohne Probleme ihrer Arbeit nachgehen können. Da wir auch in unserem Ausbildungs- und Testnetz einen VMWare ESXi-Server besitzen und mit diesem auch einige Produktivmaschinen betreiben, konnten wir auch hier unser gelerntes Wissen direkt umsetzen.

Ein großes Netzwerk benötigt natürlich auch einen Verzeichnisdienst, der dafür sorgt, dass alle Nutzer mit den nötigen Ressourcen des Netzwerks versorgt werden. Benutzerprofile müssen angepasst und Zugriffsberechtigungen erteilt werden. Dazu dient das Active Directory und seine Strukturdienste (DNS, Kerberos, Zeitdienst, DHCP, WINS, GPOs). Mit Hilfe deren werden verschiedene Benutzergruppen eingerichtet und auch das Anmeldeskript im BMI definiert, mit dem das Aussehen des Desktops und diverse Einstellungen eines Benutzers gestaltet werden. Uns wurden die Strukturierung des ADs im BMI und vor allem seine vielen Gruppenrichtlinien näher gebracht. Allerdings konnten wir diese natürlich nur oberflächlich betrachten, denn um alle Möglichkeiten des ADs nachvollziehen zu können, bedarf es mehr Zeit als einem Nachmittag.

ServerraumWenn nun alle Benutzer erfolgreich angemeldet sind und die Arbeit im BMI in vollem Betrieb ist, muss natürlich auch alles überwacht werden, damit eventuell auftretende Fehler entweder vorausgesehen und verhindert werden können oder möglichst schnell auf sie reagiert werden kann. Das geschieht mit Hilfe von diversen Monitoring Tools. In dem Zuge wurde uns der Einsatz und die Funktionsweise von HP OpenView, ein Tool zum Verwalten und Überwachen der IT-Infrastruktur, vermittelt. Außerdem haben wir auch nach alternativen Programmen gesucht und überlegt, welche Vor- und Nachteile es gibt.

Im Anschluss daran haben wir uns mit dem Thema Terminalserver befasst. Denn auch Nutzer, die nur mit einem Thin Client oder von zu Hause aus arbeiten, müssen auf ihr BMI-internes Benutzerprofil zugreifen können. Diese werden remote von mehreren Terminalservern zur Verfügung gestellt. Sie stellen außerdem nicht nur Full-Desktops sondern auch verschiedene Anwendungen zur Verfügung. Benötigt man als BMI-Mitarbeiter eine bestimmte Sondersoftware und diese vielleicht auch nur für eine bestimmte Zeit, bekommt man von einem Administrator einfach die Berechtigung zur Nutzung des Programms erteilt und erhält nun Zugriff auf die gewünschte Software. Dies ermöglicht eine erleichterte Administrierbarkeit und bessere Nutzung der vorhandenen Lizenzen.

Zum Schluss bekamen wir dann schließlich etwas verspätet einen Überblick über die Struktur des Referat Z6, die Eingliederung des FB SCS in diesem und seine Aufgaben. Uns wurde ebenfalls eine Menge über Datensicherung und Datenhaltung beigebracht. Wir haben einen Server auseinander und wieder zusammengebaut und dabei einen Einblick in dessen Hardwarekomponenten gewonnen. Im Anschluss konnten wir dann auf selbigem einen RAID einrichten, nachdem wir uns ausführlich mit der Theorie befasst hatten. Positiv war auch, dass uns zwar eine Menge erzählt und gezeigt wurde, wir aber auch mit einer Menge Zusatzinformationen versorgt wurden, z.B. in Form von diversen interessanten Zeitungsartikeln, mit denen wir uns ins freien Minuten weiterbilden und unser Wissen vertiefen konnten.

Alles in allem war die Zeit im FB SCS sehr interessant und lehrreich. Und nicht zu vergessen durch die vielen verschiedenen Themen auch sehr abwechslungsreich. Gut - und auch nötig - war, dass wir zwischen den Theorie- und Praxistreffen auch „freie" Tage hatten, in denen wir Erlerntes im ATN anwenden und vertiefen konnten. Auch wenn wir teilweise durch die Fülle an Themen vielleicht nur an der Oberfläche einiger Themen gekratzt haben, so haben wir doch jede Menge gelernt und damit ein gutes Grundgerüst gebildet, das man ausbauen kann.



Erfahrungsbericht von Julia Peters, Einstellungsjahrgang 2009
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