Informatikkaufmann/-frau (INKA)
Aufgaben
Informatikkaufleute (INKA) analysieren Geschäftsprozesse hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten von informations- und kommunikationstechnischen Anwendungslösungen. Dank ihrer betriebswirtschaftlichen und informationstechnologischen Kenntnisse beraten sie ihre Fachabteilungen und vermitteln zwischen diesen und den Anbietern aus der IT-Branche.
Informatikkaufmänner/Informatikkauffrauen arbeiten in Projekten zur Planung, Anpassung und Einführung von Systemen in der Informations- und Telekommunikationstechnik. Zu ihren Aufgabengebieten gehört die Analyse von Geschäftsprozessen im Hinblick auf den Einsatz von Systemen der Informations- und Telekommunikationstechnik, wobei der Bedarf und die Beratung vor der Einführung im Vordergrund stehen.
Informatikkaufleute müssen ebenfalls in der Lage sein, die verschiedenen Anwendungslösungen unter diversen fachlichen und wirtschaftlichen Aspekten zu betrachten. Die Betreuung und Schulung von Anwendern ist ebenfalls ein wichtiger Punkt ihrer Ausbildung.
Tätigkeitsgebiet
Informatikkaufleute arbeiten im Wesentlichen bei den Kunden von Softwareanbietern. Dort ermitteln sie, welche Lösungen gebraucht werden. Anschließend wenden sie sich an ihre Ansprechpartnern bei Hard- und Softwareherstellern, typischerweise den IT-Systemkaufleuten.
Einkommen nach Ende der Ausbildung
Informatikkaufmänner/-frauen haben ein durchschnittliches Einkommen von ca. 24.000 € im Jahr.
Situation auf dem Arbeitsmarkt
Leider liegen uns derzeit keine konkreten Zahlen für Informatikkaufleute vor, aber die IT-Branche wird nach Angaben des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) im Jahr 2008 zum vierten Mal in Folge zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Nach einer neuen BITKOM-Schätzung steigt die Zahl der Beschäftigten im laufenden Jahr in Deutschland um bis zu 4.000 auf rund 820.000. Der IT-Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv. Getragen wird der Aufwärtstrend von Software-Häusern und IT-Dienstleistern, die in den vergangenen fünf Jahren mehr als 60.000 neue Jobs geschaffen haben. Allein im Vorjahr stellten diese Unternehmen 17.000 zusätzliche Mitarbeiter ein, insbesondere Programmierer, IT-Berater und Projektmanager.
Ausbildungsdauer
Die Ausbildung dauert grundsätzlich 3 Jahre. Sofern besonders gute Leistungen es rechtfertigen, kann sie auf 2,5 Jahre verkürzt werden.
Ausbildungsbeginn
Die Ausbildung beginnt jeweils zum 1. September eines jeden Jahres. Bewerbungsschluss ist Ende Februar des jeweiligen Jahres. Bitte beachten sie jedoch, dass das BVA für das von ihm durchgeführte Auswahlverfahren ein früheres Ende vorsieht (aktuell: 10. Januar 2010). Danach können Bewerbungen nur noch bei den Behörden selbst erfolgen.
Ausbildungsvergütung
Auszubildende erhalten eine monatliche Ausbildungsvergütung. Die Vergütung für Azubis erfolgt nach dem Tarifvertrag Auszubildende öffentlicher Dienst (TVAöD).
Ausbildungsvergütung (Stand 22.04.2010) nach TVAöD
1. Ausbildungsjahr: 695,59 €
2. Ausbildungsjahr: 744,98 €
3. Ausbildungsjahr: 790,30 €
Daneben werden weitere Leistungen gewährt, insbesondere eine jährliche Sonderzuwendung (Weihnachtsgeld) und ggf. ein Zuschuss zu den vermögenswirksamen Leistungen.
Auszubildende unterliegen der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht.
Urlaub
Auszubildende erhalten 26 Tage Urlaub im Jahr.
Berufsschule
Berufsschule ist das Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik (OSZ IMT) in Berlin Neukölln.
Wer bildet aus
Informatikkaufleute werden bislang nur sehr wenige im IT-Ausbildungsverbund der Bundesbehörden in Berlin ausgebildet. Welche Ausbildungsbehörde im Verbund, welche IT-Berufe ausbildet, können Sie der Tabelle hier entnehmen. Weitere Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.



